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GESPRÄCHSLEITFADEN
FÜR DAS ERSTE COACHING-GESPRÄCH
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Was
ein Coach nicht sein sollte
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Der
bessere
Vorgesetzte |
Der
Coach sollte auf jeden Fall vermeiden, als der bessere Vorgesetzte,
der dem anderen sagt, wo es lang geht, aufzutreten. Aussagen wie:
"ich habe das zu meiner Zeit immer so gemacht ...." oder
"Da müssen Sie einfach ...... machen," deuten eher
auf eine Konkurrenzsituation hin, als daß es sich um gutes
Coaching handelt. In aller Regel wird es zu einem "ja, aber
Spiel" führen. Auf jede gute Idee des Coach gibt es ein
gutes "aber".
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| Der
väterliche Ratgeber |
Wenig
hilfreich ist auch die Rolle des väterlichen Ratgebers. Hier
besetzt der Coach hauptsächlich das fürsorgliche Eltern-Ich,
was zu einem deutlichen Beziehungsgefälle führt. Der einzige,
der sich dabei meistens wohl fühlt ist der Coach. Der Klient
wehrt sich dann gegen die Rolle des Juniorvorgesetzten und ist mehr
mit der Beziehungsgestaltung im Gespräch beschäftigt als
mit der Lösung seiner Probleme.
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Der
verlängerte
Arm des Chefs |
Ungünstig
wirkt es sich auch aus, wenn der Coach sich als verlängerten
Arm des Chefs des Klienten mißbrauchen läßt. Er
fühlt sich dann verpflichtet, den Klient an entsprechenden
Stellen zurechtzuweisen und ihm klar zu machen, was seine Rechte
und Pflichten sind. Der Klient hat dann im Grunde mit zwei Chefs
zu tun, wo er doch mit der Auseinandersetzung mit dem einen gerade
genug zu tun hatte. Auch diese Rolle ist nicht fruchtbar für
ein Coaching.
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| Ein
Auftrag wird erteilt |
Die
Rahmenbedingungen des Gesprächs müssen geklärt werden,
weil das Gespräch natürlich massiv davon beeinflußt
wird, wenn der Klient z.B. erwartet, daß der Coach seinem
Chef berichtet. Sollten solche Befürchtungen vorhanden sein,
muß der Coach genau erklären, worüber er mit dem
Chef sprechen wird und was auf keinen Fall Gegenstand eines Gesprächs
mit dem Chef sein wird. Punkte die in dieser Phase zu den Rahmenbedingungen
geklärt werden müssen sind:
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| Wer
ist eigentlich der Auftrag-geber? |
Als
erstes ist es natürlich wichtig zu klären, wer mein Auftraggeber
ist. Ist das der Klient? Wenn ja, hat er es mit dem Chef abgesprochen?
Was hat er mit ihm abgesprochen? Oder ist der Auftraggeber der Chef?
Was erwartet er dann von dem Coaching? In dem Fall sollte man zumindest
telefonisch mit ihm Kontakt aufnehmen und seine Erwartungen und
Ziele klären. Ebenfalls klären sollte man in dem Gespräch,
was er dem Mitarbeiter sagt und wie er es ihm sagt. Hier sind folgende
Fragen hilfreich:
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| Fragen
an den Chef |
-
Was
hat Sie auf die Notwendigkeit eines Coachings gebracht?
-
Worin
besteht aus Ihrer Sicht das Problem des Klienten?
-
Wann
wäre ich als Coach aus Ihrer Sicht erfolgreich?
-
Welche
Ziele verfolgen Sie mit dem Coaching ?
-
Welche
Erwartungen und Wünsche haben Sie an mich?
-
Haben
Sie mit Ihrem Mitarbeiter schon über Ihr Vorhaben gesprochen?
Was haben Sie ihm gesagt? Wie hat er reagiert?
-
Wie
wird Ihr Mitarbeiter es vermutlich auffassen, wenn Sie ihm Ihren
Vorschlag unterbreiten?
-
Welches
wäre der sicherste Weg, ihm das Coaching zu vermiesen?
-
Wie
könnte man ihn am ehesten dazu gewinnen?
-
Wie
werden seine Kollegen auf das Coaching reagieren?
-
Wird
das für die Zielerreichung eher hilfreich oder eher hinderlich
sein?
-
Was
können Sie tun und was kann ich tun, um den Erfolg des
Coaching sicherzustellen?
|
| Chef
und Coach |
Es
ist unbedingt notwendig mit dem Chef auch zu klären, was man
als Coach tun kann und was nicht. Häufig wird beim Chef die
Erwartung da sein, daß der Coach ihn ausführlich über
das Gespräch und die eigene Einschätzung des Klienten
informiert. Da ist es wichtig, ihm klar zu machen, daß das
den Erfolg des Coaching in Frage stellen würde. Am besten schlägt
man ihm vor, daß er selbst ein ausführliches Gespräch
mit dem Klienten über das Coaching führt.
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| Was
will der Klient? |
Die
Erwartungen des Klienten an das Coaching müssen dann als nächstes
geklärt werden. Sind die Erwartungen überhaupt realistisch?
Genauso ist zu klären, was er nicht möchte beim Coaching.
An dieser Stelle ist es auch wichtig, darüber zu sprechen,
was gegebenenfalls an den Chef weiter-gegeben wird und was nicht.
Die Vertraulichkeit sollte hier thematisiert werden.
Wenn
der Klient erklärt, was er möchte, wird er in aller Regel
auch Problemdefinitionen erkennen lassen. Es ist gut, darauf zu
achten, wie er explizit oder implizit das Problem definiert.
-
"Ich
kann nicht führen."
-
"Der
Stress ist so hoch, daß ich meine Ziele nie erreiche."
-
"Meine
Mitarbeiter machen nicht, was ich von ihnen erwarte."
-
"Wenn
mein Chef mir endlich mehr Verantwortung geben würde, könnte
ich viel mehr bewegen."
-
"Das
Arbeitsklima in meiner Abteilung stimmt nicht."
-
"Ich
habe einfach ein ganz schlechtes Team"
Jeder
dieser Aussagen liegt eine andere Problemdefinition zugrunde.
|
Problem-
definitionen |
"Ich
kann nicht führen."
Er
definiert das Problem als sein eigenes, das heißt er übernimmt
selbst die Verantwortung. Gleichzeitig ist die Definition aber so,
daß das Problem eher unlösbar erscheint, weil sehr verallgemeinert
definiert. "Ich kann nicht führen". Das ist eine
massiv einschränkende Autosuggestion. Wenn er sich das oft
genug sagt, wird es ihm immer seltener gelingen.
"Der
Stress ist so hoch, daß ich meine Ziele nie erreiche."
Dieser
Klient übernimmt noch keine Verantwortung für das Problem.
"Der Stress" ist verantwortlich, weil es dummer weise
so hoch ist, kann der Klient seine Ziele nicht erreichen. "Der
Stress" muß also verändert werden. Er muß
erst noch erkennen, was sein eigener Anteil dabei ist, damit er
etwas ändern kann.
"Meine
Mitarbeiter machen nicht, was ich von ihnen erwarte."
Hier
liegt das Problem nicht bei einem anonymen Stress, sondern das Problem
wird eindeutig den Mitarbeitern zugeschrieben. Ändert sich
der Mitarbeiter, wird sich mein Problem auflösen. Auch dieser
Klient ist noch nicht bereit, in vollem Umfang seine eigene Verantwortlichkeit
anzuerkennen.
"Wenn
mein Chef mir endlich mehr Verantwortung geben würde, könnte
ich viel mehr bewegen."
Das
Spiel ist jetzt klar. Diesmal ist nicht der Mitarbeiter die Ursache
des Problems, sondern der Chef. Diese Definition kann vor allem
für den Coach mit einschlägigen Erfahrungen mit Chefs
gefährlich werden. Er muß aufpassen, daß er diese
Definition nicht einfach übernimmt. Im schlechtesten Fall verbündet
er sich mit dem Klienten, um den Chef zu ändern. Dieses Coaching
wird scheitern.
"Das
Arbeitsklima in meiner Abteilung stimmt nicht."
Auch
hier muß der Klient erst mal die Verantwortung für das
Problem bei sich erkennen. Dabei sollte ihm der Coach durch gute
Fragen helfen. Belehrung wie:" Sie schieben die Verantwortung
ab" oder " Sie wollen nicht bei sich selbst hinschauen"
sind hier fehl am Platz.
"Ich
habe einfach ein ganz schlechtes Team"
Diese
Definition kann stimmen. Sehr häufig liegt es aber nicht nur
daran, sondern auch an den Dingen, die der Klient tut oder auch
nicht tut. Hier sollte genau hinterfragt werden, um die verschiedenen
Anteile herauszuarbeiten. Das Team kann schlecht zusammengesetzt
sein oder aber auch einfach schlecht geführt sein.
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Auftrags-
klärung mit dem Klient |
Folgende
Fragen können bei der weiteren Auftragsklärung hilfreich
sein:
-
Auf
wessen Initiative ging das Coaching zurück?
-
Wie
steht der Klient dazu?
-
Welche
Auswirkungen kann die Tatsache des Coachings auf den Chef oder
Kollegen haben?
-
Wie
wird das von Chef oder Kollegen eingeschätzt?
-
Wie
geht es dem Klienten mit dieser Einschätzung?
-
Gibt
es konkrete Hinweise auf eventuelle negative Einschätzungen?
-
Oder
handelt es sich um Phantasien des Klienten?
-
Wie
sieht der Klient das Problem?
-
Welche
Lösungsversuche gab es schon von seiner Seite?
-
Woran
sind die Lösungsversuche gescheitert?
-
Warum
soll das Problem gerade jetzt angegangen werden?
-
für
wen ist das Problem noch ein Problem?
-
Wie
würden diese Personen das Problem definieren?
-
Wenn
sich an dem Problem nichts ändert, was wird dann passieren?
-
Gibt
es Situationen, wo das Problem nicht auftaucht?
-
Gibt
es Situationen, wo es weniger oder mehr auftaucht?
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| Ziele
des Klienten |
Als
nächstes müßte geklärt werden, was aus der
Sicht des Klienten das Ziel dieses Coachings sein soll. Dafür
sind Fragen hilfreich wie:
-
Was
hat Sie veranlaßt nach Coaching zu fragen?
-
Was
ist aus Ihrer Sicht das Problem?
-
Was
müßte passieren, damit Sie am Ende dieser Sitzung
das Gefühl haben, das Coaching hat Sie wirklich weitergebracht?
-
Woran
würden Sie merken, daß das Coaching für Sie
erfolgreich war?
-
Was
soll für Sie anders sein am Ende dieser Sitzung?
-
Welche
Punkte wollen Sie für sich klären?
-
Wo
sehen Sie Ihre Stärken und Schwächen bei der Mitarbeiterführung?
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| Ungünstige
Ziele |
Der
Coach sollte aber sehr genau darauf schauen, ob die Ziele realistisch
und für ihn machbar sind. Er sollte auf keinen Fall automatisch
die Zieldefinition des Klienten akzeptieren. Problematisch sind
zum Beispiel "Nicht-Ziele", d.h. das Ziel besteht
darin, daß irgend etwas nicht mehr geschieht. "Ich möchte
nicht mehr so aufbrausend sein." Diese Ziele geben keine Richtung
und können daher auch keine Sogwirkung erzeugen. Es ist ähnlich,
wie wenn man ins Reisebüro geht und als Wunsch äußert:"
Ich will nicht nach Italien." Bei Nicht-Zielen muß im
Grunde immer die Frage kommen: "Was wollen Sie dann statt dessen?"
Ebenso
sind Ziele, einen anderen zu verändern, problematisch.
Also Ziele, für deren Erreichung sich jemand anderer als der
Klient verändern muß. Das wären die Ziele wie: "Mein
Chef sollte mir mehr Verantwortung einräumen...." Das
Ziel sollte immer im Einflußbereich des Klienten sein. Hier
kann höchstens die Frage helfen, "Was können Sie
tun, um Ihren Chef davon zu überzeugen, daß er Ihnen
mehr Verantwortung einräumt?"
Ebenso
schwierig sind Ziele, daß der Coach für den Klienten
etwas ändert. Zum Beispiel: "Könnten Sie nicht
mal mit meinem Chef reden, ......" oder "Sie sprechen
doch sicher nachher noch mit meinem Chef, sagen Sie ihm doch mal,
wie Sie das sehen!" Hier versucht der Klient seine Probleme
und ihre Lösung auf den Coach zu verschieben. Er selbst braucht
dann nicht mehr aktiv zu werden, lernt aber auch nichts dabei. Der
Coach kommt dabei automatisch in die Retterrolle und ist damit in
ein Spiel eingebunden, bei dem er eigentlich nur verlieren kann.
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Erste
Inter-
vention |
In
den meisten Fällen, in denen Menschen ihre Probleme nicht selbst
lösen können, liegt es an ungünstigen Problemdefinitionen.
Deshalb kann eine der ersten Interventionen im Gespräch ein
sogenanntes Reframing sein. Reframing heißt, der Coach
definiert das Problem des Klienten um, möglichst in ein Problem,
das leichter lösbar ist. Konkret kann das heißen, daß
aus der Definition "Ich kann nicht führen" das Problem
wird: Bei ganz bestimmten Mitarbeitern traut er sich nicht, klar
zu konfrontieren. Jetzt ist das Problem wesentlich konkreter definiert
und der Coach kann besser erkennen, woran er mit dem Klienten arbeiten
muß.
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Der
Klient kommt nicht wie ein unbeschriebenes Blatt in die erste Sitzung,
sondern hat jeweils unterschiedliche Erwartungen mit denen man als
Coach zunächst umgehen muß.
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| Jetzt
kommt ein Berater, der mich unterstützt |
Dies ist sicherlich der beste Fall, der Klient ist wahrscheinlich
kooperativ und verspricht sich Hilfe.
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| Jetzt
werde ich beurteilt |
Diese
Erwartung ist schon problematischer. Der Klient erscheint entweder
angepaßt oder leicht aggressiv. Da kommen Aussagen wie: "Sie
werden mir jetzt wahrscheinlich sagen, was ich falsch gemacht habe,
und wie ich es besser machen kann". Vorsicht! dabei
handelt es sich meistens um ein Spielangebot. Schon bei der ersten
Kritik werden Sie wahrscheinlich Rechtfertigungen bekommen, warum
er so handeln mußte und Sie sind ganz schnell in ein "Gerichtssaalspiel"
verwickelt.
Spätestens
bei den ersten Vorschlägen kommt ansonsten das "Ja, aber
Spiel".
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| da
kommt der verlängerte Arm des Chefs |
Diese
Erwartung führt zu Mißtrauen auf Seiten des Klienten.
Dann ist es erstmal notwendig, über Vertraulichkeit und das
Rollenverständnis des Coach zu sprechen. Es muß sehr
klar dargestellt werden, über was der Chef informiert wird.
Notfalls vorher die Information mit dem Klienten besprechen.
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| Der
Coach wird mir sagen, was ich tun soll |
Hier
ist es wichtig zu klären, daß der Klient der Fachmann
ist und niemand seine Arbeitssituation so gut kennt, wie er. Außerdem
sind Vorschläge, die für jemand anderen hilfreich waren,
nicht unbedingt auch für ihn die richtigen. Lösungen müssen
auch zu ihm passen. Deshalb Vorschlag: " Wir spielen miteinander
verschiedene Möglichkeiten von Lösungen durch und Sie
bewerten dann, welche für Sie persönlich richtig sind."
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Beobachten während des Coachings |
Wichtige
Punkte im Coachingprozess
Während
des Coachinggesprächs wird von dem Coach einiges an Wahrnehmung
gefordert. Es sind nämlich im Grunde mehrere Ebenen, die gleichzeitig
wahrgenommen werden müssen. Um eine vernünftige Problemanalyse
machen zu können, muß der Coach überprüfen,
auf welcher Ebene der Klient Probleme hat.
|
Führungs-
wissen |
Da
gibt es einmal die Ebene, die sein Führungswissen betrifft.
-
Verfügt
der Klient über das notwendige Führungswissen?
-
Kann
er die verschiedenen Führungsmittel richtig einsetzen?
-
Wenn
es auf diesem Bereich Probleme gibt, erklären sie die ganze
Problematik oder nur einen Teil davon?
|
| Beziehung
Klient - Mitarbeiter |
Dann
ist es sinnvoll, die Beziehungsebene zwischen Klient und seinen
Mitarbeitern anzuschauen.
-
Was
für eine Beziehung bietet der Klient den Mitarbeitern durch
sein Verhalten an?
-
Wie
reagieren die Mitarbeiter auf das Beziehungsangebot?
-
Wie
sieht der Klient die Mitarbeiter?
-
Was
für Beziehungsangebote machen die Mitarbeiter dem Klienten?
-
Wie
geht der Klient darauf ein?
|
Kommuni-
kation Klient - Mitarbeiter |
Gleichzeitig
ist die Frage interessant, wie die beiden ihre Kommunikation gestalten.
Für die Analyse der Kommunikation benutzt man am besten die
Transaktions-Analyse.
-
Aus
welchen Ichzuständen kommunizieren die beiden miteinander?
-
Welche
Art von Transaktionen entstehen dabei?
-
Sind
die Transaktionen hilfreich?
|
| Beziehung
Coach - Klient |
Gleichzeitig
sollte der Coach mitreflektieren, wie sich seine Beziehung zum Klienten
entwickelt?
-
Welche
Emotionen entwickle ich als Coach gegenüber dem Klienten?
-
Wie
beeinflussen möglicherweise diese Emotionen meine Beobachtungen?
-
Haben
die Emotionen mehr mit mir oder mit dem Klienten zu tun?
-
Geht
es den Mitarbeitern eventuell ähnlich wie mir?
|
Persönlich-
keit des Klienten |
Aus
den Beobachtungen währen des Coachings kann man auch einige
Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Klienten
ziehen. Man kann sich dann fragen:
-
Paßt
die Vorgehensweise des Klienten zu seiner Persönlichkeit?
-
Welche
alternativen Vorgehensweisen würden zur Persönlichkeit
des Klienten passen?
-
Welches
Skript wird beim Klienten deutlich?
-
Gehen
die Probleme hauptsächlich auf sein Skript zurück?
|
Problem-
muster |
Weiter
ist die Frage wichtig, ob sich Muster erkennen lassen, die alle
auf das gleiche Problem zurückgehen. So kann zum Beispiel ein
Problem im Gesprächsverhalten dazu führen, daß der
Klient sich gegen seine Mitarbeiter nicht abgrenzt, das Gleiche
aber auch mit dem eigenen Vorgesetzten nicht tut und sich von anderen
Abteilungen immer wieder Arbeit aufhalsen lässt, die nicht
in seinen Zuständigkeitsbereich fällt und die seine Arbeitsgruppe
zeitlich völlig überlastet.. Das Grundmuster, das daran
auffällt ist, daß er Probleme hat, sich durchzusetzen.
Das Erkennen solcher Muster ist sehr hilfreich in dem nachfolgenden
Coachinggespräch.
-
Was
gibt es Gemeinsames an den Dingen, die ich beobachte?
-
Lassen
sich irgendwelche Problemmuster erkennen?
-
Gibt
es eine gemeinsame Überschrift für mehrere Probleme?
-
Wie
würde die Überschrift heißen?
|
| Sichtweisen
des Klienten |
Viele
Probleme entstehen hauptsächlich durch die Art, wie wir Situationen,
Menschen oder deren Verhaltensweisen innerlich einordnen. Jeder
ordnet auf Grund seines inneren Bezugsrahmens die Dinge und Ereignisse
auf seine ganz eigene Art ein. So hängt vom Bezugsrahmen ab,
wie wir emotional reagieren und wie wir uns dann verhalten. Wenn
ich den wütenden Mitarbeiter als verständlicherweise überfordert
einordne, werde ich anders innerlich und nach außen reagieren,
als wenn ich denke, der hat was gegen mich. Insofern ist es wichtig,
möglichst viel über den Bezugsrahmen des Klienten herauszufinden.
-
Wie
sieht er seine Aufgabe als Führungskraft?
-
Was
ist aus seiner Sicht wichtig?
-
Wie
setzt er Prioritäten?
-
Warum
setzt er sie so?
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HILFREICHE
FRAGEN WÄHREND EINES COACHINGGESPRÄCHS
| Fragen
an den Chef |
- Was
hat Sie auf die Notwendigkeit eines Coachings gebracht?
- Worin
besteht aus Ihrer Sicht das Problem des Klienten?
- Wann
wäre ich als Coach aus Ihrer Sicht erfolgreich?
- Welche
Ziele verfolgen Sie mit dem Coaching ?
- Welche
Erwartungen und Wünsche haben Sie an mich?
- Haben
Sie mit Ihrem Mitarbeiter schon über Ihr Vorhaben gesprochen?
Was haben Sie ihm gesagt? Wie hat er reagiert?
- Wie
wird Ihr Mitarbeiter es vermutlich auffassen, wenn Sie ihm Ihren
Vorschlag unterbreiten?
- Welches
wäre der sicherste Weg, ihm das Coaching zu vermiesen?
- Wie
könnte man ihn am ehesten dazu gewinnen?
- Wie
werden seine Kollegen auf das Coaching reagieren?
- Wird
das für die Zielerreichung eher hilfreich oder eher hinderlich
sein?
- Was
können Sie tun und was kann ich tun, um den Erfolg des Coaching
sicherzustellen?
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Auftrags-
klärung mit dem Klient |
- Auf
wessen Initiative ging das Coaching zurück?
- Wie
steht der Klient dazu?
- Welche
Auswirkungen kann die Tatsache des Coachings auf den Chef oder
Kollegen haben?
- Wie
wird das von Chef oder Kollegen eingeschätzt?
- Wie
geht es dem Klienten mit dieser Einschätzung?
- Gibt
es konkrete Hinweise auf eventuelle negative Einschätzungen?
- Oder
handelt es sich um Phantasien des Klienten?
- Wie
sieht der Klient das Problem?
- Welche
Lösungsversuche gab es schon von seiner Seite?
- Woran
sind die Lösungsversuche gescheitert?
- Warum
soll das Problem gerade jetzt angegangen werden?
- für
wen ist das Problem noch ein Problem?
- Wie
würden diese Personen das Problem definieren?
- Wenn
sich an dem Problem nichts ändert, was wird dann passieren?
- Gibt
es Situationen, wo das Problem nicht auftaucht?
- Gibt
es Situationen, wo es weniger oder mehr auftaucht?
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| Ziele
des Klienten |
- Was
hat Sie veranlaßt nach Coaching zu fragen?
- Was
ist aus Ihrer Sicht das Problem?
- Was
müßte passieren, damit Sie am Ende dieser Sitzung das
Gefühl haben, das Coaching hat Sie wirklich weitergebracht?
- Woran
würden Sie merken, daß das Coaching für Sie erfolgreich
war?
- Was
soll für Sie anders sein am Ende dieser Sitzung?
- Welche
Punkte wollen Sie für sich klären?
- Wo
sehen Sie Ihre Stärken und Schwächen bei der Mitarbeiterführung?
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Wichtig
im Coachingprozess |
Führungs-
wissen |
- Verfügt
der Klient über das notwendige Führungswissen?
- Kann
er die verschiedenen Führungsmittel richtig einsetzen?
- Wenn
es auf diesem Bereich Probleme gibt, erklären sie die ganze
Problematik oder nur einen Teil davon?
|
| Beziehung
Klient - Mitarbeiter |
- Was
für eine Beziehung bietet der Klient den Mitarbeitern durch
sein Verhalten an?
- Wie
reagieren die Mitarbeiter auf das Beziehungsangebot?
- Wie
sieht der Klient die Mitarbeiter?
- Was
für Beziehungsangebote machen die Mitarbeiter dem Klienten?
- Wie
geht der Klient darauf ein?
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Kommuni-
kation Klient - Mitarbeiter |
- Aus
welchen Ichzuständen kommunizieren die beiden miteinander?
- Welche
Art von Transaktionen entstehen dabei?
- Sind
die Transaktionen hilfreich?
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| Beziehung
Coach - Klient |
- Welche
Emotionen entwickle ich als Coach gegenüber dem Klienten?
- Wie
beeinflussen möglicherweise diese Emotionen meine Beobachtungen?
- Haben
die Emotionen mehr mit mir oder mit dem Klienten zu tun?
- Geht
es den Mitarbeitern eventuell ähnlich wie mir?
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Persönlich-
keit des Klienten |
- Paßt
die Vorgehensweise des Klienten zu seiner Persönlichkeit?
- Welche
alternativen Vorgehensweisen würden zur Persönlichkeit
des Klienten passen?
- Welches
Skript wird beim Klienten deutlich?
- Gehen
die Probleme hauptsächlich auf sein Skript zurück?
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Problem-
muster |
- Was
gibt es Gemeinsames an den Dingen, die ich beobachte?
- Lassen
sich irgendwelche Problemmuster erkennen?
- Gibt
es eine gemeinsame Überschrift für mehrere Probleme?
- Wie
würde die Überschrift heißen?
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| Sichtweisen
des Klienten |
- Wie
sieht er seine Aufgabe als Führungskraft?
- Was
ist aus seiner Sicht wichtig?
- Wie
setzt er Prioritäten?
- Warum
setzt er sie so?
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