Und es geht doch!Als Führungskraft mit Disziplinarfunktion coachen? Von vielen wird hier ein Gegensatz konstruiert zwischen Beraten und Beurteilen. Leichtfertig wird dann die Schlussfolgerung gezogen: Da es ein Gegensatz ist, kann eine Führungskraft nicht coachen. Dabei wird übersehen, dass Coaching schon immer ureigenste Führungsaufgabe war. Erfolgreiche Führungskräfte haben ihre Mitarbeiter schon immer gecoacht - es wurde nur nicht so genannt. Wenn nämlich Coaching definiert ist als:"... Ziel ist es, bei der Bewältigung von Motivations-, Führungs- und Organisationsproblemen, aber auch bei persönlichen Problemen und Krisen zu helfen.", dann tut eine gute Führungskraft genau das. Sie reflektiert die unterschiedlichen Rollen einer Führungskraft:
Die coachende Führungskraft
hat in einigen Punkten sogar Vorteile gegenüber dem externen Coach.
Ein externer Coach ist bei der Beurteilung von Fortschritten auf die Berichte
des Coachees oder Rückmeldungen seitens der Firma angewiesen. Eine
Führungskraft kann oft sehr schnell und unmittelbar beurteilen, inwieweit
die im Coaching angewandten Interventionen nützlich und hilfreich
waren. Sie kann dann gegebenenfalls viel schneller gegensteuern. Die größte Schwierigkeit ist nicht die Rolle an sich, sondern die Fähigkeit der Führungskraft, zu coachen. Und diese lässt sich trainieren, bzw. das notwendige Wissen vermitteln. Unter Umständen versteht sie dann mehr vom Coaching, als mancher Externe, der sich so nennt. Frank Labitzke (frank.labitzke@konstanzer-seminare.de) |